Rückblicke / Nach-LESE

(zum Anschauen der anderen Bilder, das jeweils gezeigte anklicken)  


Esel Peterle wird Aiderbichler - Rahmenprogramm und Buchvorstellung "Die Viecher sind schuld!" in Eugendorf/Österreich am 15./16.11.2016


(Den Bericht füge ich später ein. :-) )

Die Bilder zum kompletten Event finden Sie unter dem folgenden Link:


http://fb.me/55Bmd9A4Q



3. Mitteldeutsche Buchmesse in Pößneck Juni 2016




 









3. Lesenacht und Büchermeile im Chemnitzer Tietz

 

 

Zwergis Büchertisch, als vom Veranstalter gewollter Blickfang, schon von außen gut zu erkennen. Man sieht ja schließlich nicht alle Tage einen voll gerüsteten Kampfzwerg durch Chemnitz springen.  

Ein paar Fotos zur Veranstaltung unter diesem Link. 

t.co/m5xYv6PkFW

 


 

 

 

 

 



Buchmesse Leipzig März 2016

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Zwergi mit Iny & Elmar Lorentz
Foto von Iris Heerdegen
 

Diesmal war das Vorfeld der Messe noch abenteuerlicher für mich, als im vergangenen Jahr. Vom Wechsel des Arbeitsortes bei meinem Brotjob Anfang März, bis hin zum Krankenhauschaos, weil mein Mann wenige Tage vor dem Tag der Abreise mitten in der Nacht notoperiert werden musste, damit er nicht innerlich verblutete, war beinahe alles dabei.

Nur gut, dass ich eine wundervolle Tochter habe, die sofort zur Stelle war und mir buchstäblich den Hintern gerettet und den Rücken freigehalten hat. Denn zu allem kam auch noch diverses Handwerkerchaos, weil die Hausverwaltung irgendwo im Traumland lebt.

Jedenfalls konnte ich pünktlich gen Leipzig düsen, wo der Riese Mark Galsworthy schon auf seinen Kampfzwerg Sina wartete.

Nicht nur er, denn vom Nachbarstand „Romantruhe“ war schon nach mir gefragt worden. Natürlich geht so was runter wie Öl und stimmte mich schon jetzt auf den Wahnsinn der kommenden Tage ein.

Das Riesen-Zwergen-Dreamteam des Messeaufbaus warf gekonnt die Plakate an die Wand, schaufelte Bücher und Werbeflyer in die Regale, um sich abends rechtschaffen müde vom Acker zu trollen und die Unterkunft anzusteuern. 12 Kilometer Innenstadt in mehr als einer Stunde. Äh ja. Fantastisch. Dann Parkplatzkrampf und vollgepackt ab zur richtigen Hausnummer.

Ja, ja „hoch über den Dächern von Leipzig“.  Glaubt ihr nicht? Und wie! 6. Etage, 96 Stufen, oder so, OHNE (!) Lift. Meine Kettenrüstung, mit 17 Kilo Gewicht, hatte ich glücklicherweise im Auto gelassen! Aber die restlichen 13 Kilo Gepäck haben auch schon gereicht.

Wie eine altersschwache Lok schnaufend, hing ich in der 5. Etage fest und wusste nicht, ob ich lachen oder heulen sollte.

Dabei hätte ich vor lauter Anstrengung nicht mal heulen können, selbst wenn ich gewollt hätte. Ich musste ja noch die restlichen Stufen hinauf. Dann stand ich in einer spärlich beleuchteten Wohnung die auch nicht grundlegend heller wurde, wenn man alle Lampen anschaltete. Bis auf fehlende Helle war aber alles vorhanden, um zu viert vier Nächte zu überstehen.

Für diesen ersten Abend bedienten wir uns erst einmal an den Vorräten in Kühlschrank und Weinlager, mit dem Vorsatz, es uns am nächsten Abend mit einem Einkauf im nahen Rewe-Markt gemütlich zu machen, der noch dazu direkt am Wege von der Messe zur Unterkunft lag. Ein wirklich grandioser Ausblick von den Fenstern der Dachschrägen, bequeme Betten und ein phänomenaler Sonnenaufgang überm Völkerschlachtdenkmal entschädigten uns für den ersten Schock des nimmer enden wollenden Treppensteigens.

Früh brauchten wir nur eine knappe halbe Stunde für die gleiche Fahrtstrecke und wurden, trotz Einfahrgenehmigung, erst mal nicht auf das Messegelände gelassen. Acht Uhr sei das erst möglich. Also suchte ich mir für meinen steingrauen heißblütigen Spanier Leon, ein gemütliches Eckchen, von wo aus wir das Chaos der anderen Aussteller beobachteten, die ja ebenfalls nicht eingelassen wurden.

Fünf Minuten vor Ablauf der Frist blieb wohl nichts weiter übrig, als die, die ganzen Straßen blockierende, Schlange der Autos endlich durchzuwinken. Rasch war ein Parkplatz genau vor jenem Tor gefunden, durch das man geradeaus direkt an unseren Stand wandern konnte. Und der befand sich in Toplage. Direkt neben uns der Zugang zur Lesebühne, daneben die „Romantruhe“ und leicht schräg gegenüber „Perry Rhodan“.

Schon der erste Vormittag war für mich so erfolgreich, dass ich ernsthaft überlegte, ob das überhaupt noch zu toppen sei. Der zweite Morgen belehrte mich, dass es durchaus noch eine Steigerung gab, die am dritten Tag gleichbleibend gehalten werden konnte. Unverhoffte, sehr erfreuliche Treffen, erquickliche Geschäfte und Fotoshootings, der lustigsten Sorte, wechselten sich ständig ab. So gelang es mir endlich, das ersehnte Bild mit Iny und Elmar Lorentz zu machen, weil wir eine gemeinsame Bekannte haben, die für uns und unsere Bücher wirbt, Gadalf und Godzilla an unseren Stand zu locken, gaaaaanz viele Drachen zu fangen und mich zwei Rittern „vor die Füße zu werfen“, um ein grandioses Kettenhemd-Bild zu bekommen. Natürlich hat Kampfzwergi auch die Königin der Texte, Charlene Wolff, erspäht und ein Pläuschchen gehalten. Samstag 17 Uhr war unsere Lesung aus „Drachenkomp(l)ott“. Obwohl ich befürchtete, keinen Ton mehr herauszubekommen, weil ich vier Tage lang gegen den Lautstärkepegel der Lesebühne „angebrüllt“ hatte, lief die Veranstaltung ohne Krächzen und Hustenanfall ab.

Sehr amüsant war auch, als mir ein netter Herr eine Visitenkarte unter die Nase hielt, und mir offerierte, eines meiner Bücher rezensieren zu wollen. Ein kurzer Blick, ein fröhliches Lächeln meinerseits: „Wir sind übrigens zusammen in einem Buch.“ Antwort: „Das glaube ich nicht.“ Darauf ich.: „Aber ganz sicher. In ‚Die Welt im Wasserglas’ unter meinem Namen Reni Dammrich.“ Darauf er: „DAS klingt wahrscheinlich.“ Es war Stefan Cernohuby aus Wien, den ich sofort am Namen auf dem Kärtchen erkannt hatte.

Oder ein anderes tolles Erlebnis: Es kam ein Illustrator an den Stand und fragte, ob ich Interesse an seinen Bildern hätte. Natürlich habe ich sie mir angesehen und von den Segelschiffen und dem Meer geschwärmt. Ein Wort gab das andere und plötzlich stellten wir fest, dass wir beide bei der Marine gewesen waren. Er 4. Flottille, ich 6. Flottille. Kay Elzners Bilder sind wirklich wundervoll, es lohnt sich, mehr als ein Auge darauf zu werfen!

Wundervoll war auch jeden Morgen der Messeweckruf unseres Pipers Ludwig Brod. Unseren Mann im Kilt wollten ziemlich viele abwerben. Aber die renitente Zwergenbande aus Sina Blackwood und Pia Guttenson rückte ihren Womanizer nicht heraus, wobei sie kräftig von Iris Heerdegen unterstützt wurde.

Der letzte Messetag ist immer äußerst melancholisch und wohl auch nur für die großen Verlage wirklich erfolgreich. Da nutzt es auch nichts, dass ab 15 Uhr am Stand verkauft werden darf.

Mitten im Abbautrubel legte sich mir eine Hand auf die Schulter. „Ich habe Sie schon vermisst!“ Es war die Toilettenfrau aus Halle 3, mit der ich die Jahre zuvor immer ein Pläuschchen gehalten habe. Diesmal waren wir in Halle 2 und ich bin nicht ein einziges Mal in andere Gefilde wandern gegangen. Ich werte es als gutes Zeichen, sowohl beim Aufbau als auch beim Abbau freudig begrüßt worden zu sein.  

Das heißt dann wohl: Leipzig, ich komme wieder!

 

Hier ein paar Bilder vom wundervollen Wahnsinn der Messe:

 

fb.me/3EddtM7Xf (Aufbau & Tag 1) 

 

http://fb.me/7MARlcozk (Tag 2)

 

http://fb.me/X5ctiU8G (Tag 3) 

  

http://fb.me/7E6b5Wcir  (Tag 4)

 

  

 

AJA am 24.10. 2015, 10.00 – 13.00 Uhr in der Bibliothek in Dresden

Leerstellen in der modernen Prosa

 

Wie immer trafen wir uns bei strahlendem Sonnenschein vor dem Haupteingang der Bibliothek, um gemeinsam hinein zu gehen und uns von Horst die vielen Möglichkeiten der Leerstellen in der modernen Prosa aufzeigen zu lassen.

Die erste Leerstelle des Tages war allerdings der Platz von Iris, die sich im Stau herumprügelte und eher den, hoffentlich ausreichend großen, leeren Stellen zwischen zwei Fahrzeugen Aufmerksamkeit schenken musste, als an Prosa zu denken. Was ihr wiederum etwas später eine Idee für die, von Horst von uns geforderte, 20-Zeilen-Geschichte einbrachte.

 

Aber beginnen wir von vorn, mit einer Leerstelle im Stil eines kurzen Zeitsprunges, obwohl die Geschichte am Ende „Ankunft in Dresden“ zum Inhalt haben sollte.

Anhand mitgebrachter Texte fahndeten wir nach Leerstellen zwischen Kartoffeln, die Reina mit großem Mut erkämpft hatte und Geistern der Kindheit, welche Carlos’ Oma ein Leben lang begleiteten.

So vielfältig, wie die Möglichkeiten, eine Leerstelle bewusst oder unbewusst einzusetzen, waren auch die Geschichten, die wir Horst schließlich als Ergebnisse der Aufgabenstellung präsentierten.

Die einen beschrieben das körperliche in Dresden Ankommen, die anderen das mentale, das hier Zuhausesein.

Nach so viel Leerstellen auf dem Papier und in den Gedanken der Leser, meldeten schließlich auch unsere Mägen entstandene Leerstellen an. Also tigerten wir nach Gegenüber in ein asiatisches Restaurant, wo Horst Plätze reserviert hatte, um die Leere im Magen gegen Wohlbefinden auszutauschen, ehe wir den Heimweg antraten.

 

Nun füge ich eine bewusste Leerstelle ein, weil einige schon wieder auf meinen persönlichen Reisebericht warten, denn Reisechaos und ich gehören zusammen, wie siamesische Zwillinge.

Nachdem mein Zug in Chemnitz wieder mal 15 Minuten Verspätung hatte, hielt er genialerweise genau so, dass sich die Tür direkt vor meiner Nase öffnete. Rein, Platz entern und aufatmen, weil ich endlich der Kälte auf dem Bahnsteig entronnen war, geschahen fast gleichzeitig. Ein Wunder, dass sich kein Kondensstreifen beim Einsteigen zeigte.

 

Die Plätze auf beiden Seiten des Abteils vor mir belegte eine deutsche Familie mit 5 Kindern, der Lärmpegel lag knapp unter dem eines startenden Flugzeugs und das bis Dresden, wo ich aus dem Bahnhof eilte und wenige Meter vor der richtigen Straßenbahn die Haltestelle erreichte und trotz allem pünktlich zur AJA kam.

Den Rückweg trat ich Richtung Bahnhof zu Fuß zusammen mit Anne und Reina an. Bei dem wundervollen Wetter schon fast ein Muss.

Ich hatte meinen Zettel mit den verschiedenen Zugverbindungen irgendwo in der Tasche verramscht, erspähte aber gleich auf dem ersten Gleis einen Zug in die richtige Richtung – Abfahrt in 2 Minuten.

Den beiden Frauen rasch zuwinkend, rannte ich auf den Bahnsteig und versuchte, die Türen zu öffnen. Zwei Männer probierten erfolglos das Gleiche und hatten gerade den dritten Waggon erreicht, als dieser plötzlich ohne uns losrollte. Da hatte der Zug vor zwei abgekoppelten Wagen gestanden! Ich raufte mir die Haare!

Mit hängenden Ohren schlich ich davon, um nun den Zug zu nehmen, den ich mir per Aufdruck auf dem Ticket eigentlich ausgesucht hatte. Der war gerade zwei Gleise weiter eingefahren und der Lokführer stieg aus, um Essen zu gehen. Etwas verunsichert stieg ich ein, in der Angst, es könnte plötzlich doch noch etwas anders auf der Anzeige erscheinen, als Endbahnhof Hof. Blick auf die Uhr – noch fast 3/4 Stunde Zeit.

Inzwischen füllten sich die leeren Plätze und Stellen mit Reisenden und Koffern. Genau vor mir platzierte sich eine arabische Familie mit vier Kindern im gleichen Alter wie die auf der Hinfahrt, was mich interessante Vergleiche ziehen ließ.

Diese Vier hier wuselten zwar auch durch die Gegend, wie es Kinder nun mal tun, sangen aber die meiste Zeit miteinander und hatten in Zimmerlautstärke Spaß. Die Kleinen übten Deutsch, wie sie es wohl im Kindergarten gelernt hatten: „A – a – Auto, a – a – Apfel. B – b – Bus …“ Ich schmunzelte vergnügt in mich hinein.
Dabei sagte die Mutti fast schüchtern und wie um Entschuldigung bittend, als der Jüngste immer wieder an mir vorbeisauste: "Kinder, 4 Stück" und hob beinahe hilflos die Hände.

Ich setzte mein fröhlichstes Lächeln auf, als ich entgegnete: "Alles ist gut."

Das brach wohl schlagartig das Eis. Denn plötzlich hielt ich ein fremdes Mobiltelefon in der Hand und durfte für einen anderen arabischen Reisenden dessen Freund erklären, wo sich der Reisende gerade befand und was sonst noch an wichtigen Informationen auf dem Ticket stand.

Logisch, dass ich, genau neben der Tür sitzend, auch selbige für die Muttis mit Kinderwagen oder zwei Kleinen an der Hand aufhielt, ohne dafür aufstehen zu müssen.

Beim Aussteigen Dankbarkeit in vielen Augen und Worten für das, was für mich menschlich und selbstverständlich ist.

 

Und noch eine Leerstelle zum Nachdenken.

Auch wenn wir Asyl nicht zum Thema im Sachsenbrief machen wollen, weil es inzwischen regelrecht abgedroschen wirkt, gehen wir in unseren kleinen Gesten trotzdem darauf ein. Das ist für die, die es betrifft, wohl wichtiger, als viele Worte darüber zu verlieren.

 

Reni Dammrich aka Sina Blackwood

 

(Auch wenn man Leerstellen nicht erklären soll, diese Letzte ist mir wichtig: Menschlichkeit steht für alles, was ich schreibe, unter welchem Namen auch immer.)

 


Jahrestreffen des FDA in Mariánská / Jachymov 2015

https://www.facebook.com/media/set/?set=a.1185134881503522.1073741849.316013531748999&type=3

(Ich hoffe, dass Ihr den Link aufrufen könnt. Wenn nicht, bitte Bescheid geben.)

Ich hab es ja schon immer gesagt! Petrus ist ein Fan des FDA-Landesverbandes Sachsen. Diesmal war das Wetter wieder extra schön. Auch bei vorherigen Veranstaltungen hat er uns immer genau das Zeitfenster gegeben, in welchem wir unsere Wanderlesungen trocken zu einem guten Ende bringen konnten.
Jetzt sehe ich vor meinem geistigen Auge schon alle jene auf einen Bericht lauern, die genau wissen, dass sie ein grandioses Wochenende verpasst haben. Na gut, ich lasse Euch nicht länger zappeln:
Wie immer reisten wir in kleinen Gruppen oder einzeln per Auto ins beschauliche Mariánská bei Jáchymov, um uns mit Roman Josef Dobias, dem tschechischen Kollegen, zu zwei spannenden Tagen zu treffen.
Natürlich gab es zur richtigen Einstimmung ein zünftiges Mittagessen mit Knödeln. Carola sorgte gleich anschließend dafür, dass wir uns einen winzigen Teil davon bei einem Rundgang auf dem Plateau des Keilberges (
Klínovec) abwandern konnten. Ziemlich betroffen standen wir vor den langsam verfallenden Gebäuden auf dem Gipfel des Berges, die die einstige Schönheit der Bauwerke gerade noch erahnen lassen. Zumindest gibt es moderne Liftanlagen, ausgeschilderte Wanderwege und einen Ausblick, den man auch mit tausend Worten nicht ausreichend beschreiben könnte. Wir hatten das Glück unter einem postkartenblauen Himmel die bewaldeten Bergzüge als bläuliche Silhouetten erahnen zu können.
Einer, der das wundervolle Erzgebirge nicht mit Worten, sondern mit Farben pries, war Gustav Zindel, dessen Grab wir in Loučná pod Klínovcem (deutsch: Böhmisch Wiesenthal) gleich nach unserer Bergtour besichtigten. Hier liegt auch der letzte Keilbergwirt begraben. Carola verriet uns wieder Fakten und Hintergründe. Sie schürte die Lust, immer noch mehr zu sehen und zu erfahren. Auch wenn gerade dieser Totenacker mit brachialer Gewalt auf die Vergänglichkeit aller Dinge hinwies. Nur die Gräber der Gustav Zindels, seines Sohnes und des Wirtes sind gepflegt. Im übrigen Friedhofsgelände ist zwar Gras gemäht, aber kaum ein Grabmal oder Gedenkstein, an dem nicht der Zahn der Zeit mit großen Bissen genagt hätte. Die anderen Grabstätten werden zumindest von unzähligen Wildblumen verschönt. Wer sollte sich auch kümmern, wenn keine der alten Familien mehr hier lebt?
Noch ein kurzer Spaziergang zwischen blumenübersäten Wiesen, vorbei an Preiselbeeren und wildem Asparagus, welchen ich hier, in der immer zugigen Höhe nicht erwartet hätte.
Pünktlich zum Kaffee waren wir in der Pension zurück, um unsere Mitgliederversammlung abzuhalten. Na klar, haben wir wieder mehr Zeit benötigt, als wir veranschlagt hatten. Die mitgereisten Ehegatten frönten inzwischen dem Zeitvertreib in sonniger Landschaft. Zumindest haben wir das Abendbrot nicht verpasst. Was auch eine arge Sünde gewesen wäre. Tschechisches Essen ist nun mal lecker.
So gestärkt gingen wir dazu über, den Abend mit Lesetexten, Liedern und viel, viel Gelächter zu würzen. Ist ja auch kein Wunder, wenn uns Angelika vorträgt, wie man mit Kirschbaum und Protzkommode das Eheleben gestaltet.
Irgendwann um die Tageswende, also null Uhr und zerdrückte, zogen wir es langsam in Betracht, uns in die Betten zu verabschieden.
Für Tag 2 erwartete uns nämlich noch die AJA mit Luise. Diesmal entwirrte sie akribisch das Spiel von Evelines Kleiderbügeln. Damit Evi nicht doch noch nackt aus dem Haus gehen muss, wie Almut mit Gedanken an „Des Kaisers neue Kleider“ schon befürchtete.
Passende Kleider hin oder her, das Abschiedsmittagessen hätten wir nicht freiwillig ausfallen lassen! Schließlich heißen wir FDA und nicht FdH.
Wie immer gebührt ganz großer Dank allen, die dieses Wochenende organisiert haben, sowie Carola, unserer fantastischen Fremdenführerin und Petrus, damit er uns auch im nächsten Jahr wieder wohlgesonnen ist.
 

 

 

 

Sommertreffen 2015 in Wüstenbrand

Im Garten der Gaststätte "Sonnenhang" und die Wandertruppe beim Testen der "Knuddelbank" in Grüna.


Mehr unter https://www.facebook.com/media/set/?set=a.1130728173610860.1073741848.316013531748999&type=3 , in der Hoffnung, dass alle die Bilder auch wirklich aufrufen können.
 

 

 

Recherche- und Kontaktreise nach Prag mit Spontanlesung und viel, viel Spaß (28./29.05.15)   

 

Prag wird mich wohl ewig in seinen Bann ziehen. Hinter jeder Straßenecke gibt es Neues zu entdecken und abends ist der Nacken steif, weil ich permanent Fassaden bestaune. Ist ja auch kein Wunder, bei solch kolossalen Bauten und Verzierungen.

Vor allem, wenn man bei Dietrich-Touristik das Prag Special bucht, kommt man in jeder Beziehung auf seine Kosten. Ich inzwischen als Wiederholungstäterin. Erstklassige Stadtführungen, viel Freizeit und alles, um das leibliche Wohl bei bester Laune zu halten. :-)

Genau das ist es, was ich wieder einmal genutzt habe, um Kontakt mit dem Literaturcafé zu knüpfen, im Hotel eine Spontanlesung zu halten und viel, viel Hintergrundwissen auf einer Stadtrundfahrt mit den kleinen Bussen von Martintour zu sammeln, an der ein großer Teil unserer Reisegruppe teilnahm.
Logisch, dass ich auch diesmal wieder zwei Speicherchips der Kamera gefüllt habe. (Nur habe ich diesmal den vollen Chip gleich in der Handtasche verstaut. Beim letzten Prag Besuch ist mir ja einer aus der Kameratasche gerutscht und auf Nimmerwiedersehen verschwunden. :-( )

Fotografierwütiger als ich, sind eh bloß die Japaner. *schmunzel*

Für mich gute Omen waren die Busreihe 13 und das Zimmer 213. 13, meine Glückszahl, und das gleich zwei Mal!

So hat es diesmal eben auch geklappt, dass die "Klára" unser Ausflugsschiff, auf dem ich schon mal mitgefahren bin, vor der Karlsbrücke eine 360° Drehung vollführte, vermutlich, weil sie anderen Schiffen die Vorfahrt gewähren musste. Für mich natürlich die Gelegenheit, die wundervolle Brücke in voller Länge vom Wasser aus abzulichten.  

An der Moldau laden auch allenthalben Bänke zum Verweilen ein, auf denen die freundliche Aufforderung "Posaďte se, prosím!" (Setzen Sie sich, bitte!) zu lesen ist. Schade, dass mir aus dem fahrenden Bus heraus kein brauchbarer Schnappschuss davon gelungen ist.  

Diese Reise hatte sich schon am ersten Tag für mich mehr als nur gelohnt! Es ist doch erheblich mehr als gedacht vom Tschechisch-Unterricht hängengeblieben. :-) :-) :-) 

Na, ehe ich Euch mit viel Text langweile, kommen hier die vielen Bilder. Einfach anklicken und dann weiterklicken.
 

 

 

Natürlich hatte es mir auch wieder alles angetan, was kreucht und fleucht. Auf dem Weg nach Prag 3 Feldhasen, in Prag an der Čechův most wollte eine junge Elster mit mir nähere Bekanntschaft schließen, indem sie genau neben mir auf einem Geländer landete und auf dem Rückweg waren eine Hirschkuh und ein Fuchs wenige Meter neben dem Bus.  


 

Lesenacht / Büchermeile im Tietz Chemnitz 25.04.2015 

 

Nach einer ungewöhnlichen und sehr gelungenen Begrüßung mit Glocken und Sprechchören, tobte im Tietz der Bücher- und Lesewahnsinn. Der Tag des Buches hat überall seine Spuren hinterlassen. Mein Stand, wie immer zu diesem Anlass, genau neben dem des FDA, in welchem ich organisiert bin. Den ganzen Abend lang viele nette und sehr informative Gespräche mit den unterschiedlichsten Interessenten. Natürlich auch zum FDA. Immer wieder haben wir Fragen zu diesem Thema beantwortet und hoffen, dass dies auf fruchtbaren Boden fällt.

Aufbaustress. Mehr Bilder unter:
http://fb.me/4EyRg9MJJ
 

 

Und ein Artikel in der Freien Presse unter, weil der Kampfzwerg in voller Kettenrüstung wieder mal für eine kleine Sensation gesorgt hat: http://www.freiepresse.de/LOKALES/CHEMNITZ/Baumkuchen-trifft-auf-norwegische-Erzaehlungen-artikel9179550.php

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Wir, der Klub der Schreiber (Mark Galsworthy, Pia Guttenson, Iris Heerdegen und Sina Blackwood), waren in Halle 3 am Stand D104 zu finden.   

 

Die FDA-Abendlesung in Krippehna zur  

Leipziger Buchmesse fand am 12. 3. 15 um 19.30 Uhr im Schalom-Haus in Krippehna statt.   

 

 

13.03.2015 von 12:00 – 12:30 Lesung Sina Blackwood: Geschichten von Rittern und Drachen. Moderator: Mark Galsworthy
Veranstalter: Klub der Schreiber
Ort: Forum Hörbuch + Literatur: Halle 3, Stand B500
www.leipziger-buchmesse.de/leipzig-liest
 
 

 

 

 

 

 

 

Für das richtige mittelalterliche Flair sorgte die Dudelsack und Trommelmusik von "De Varulvar". Ein gelungener Abend mit absolut coolen Gästen und lecker Essen.

Großes Dankeschön an ALLE, im, vor und um das Publikum herum! 

 

 

 

AJA mit Horst Seidel am 25.10.14 in Dresden

 

Da wo ich bin ist das Chaos. Na, Gott sei Dank kann ich nicht überall sein. Der Spaß ging schon auf dem Bahnsteig in Chemnitz los. Ich fotografierte eine putzige Maus, die geschäftig durch das Gleisbett wuselte, als ich von der Seite zugetextet wurde.

„Naaaaaa, zeigt das Handy endlich die Verspätung an?“

Ich darauf: „Wozu? Die läuft seit einer Viertelstunde als Text über die Zuganzeige hier auf dem Bahnsteig und seit etwa 20 Minuten sogar schon in der Halle.“

Ungläubiges Staunen bei meinem Gegenüber.

Wer lesen kann ist eben eindeutig im Vorteil … Das rettet mich aber nicht vor einem Small Talk, den ich als wohlerzogener Mensch nun führe musste, obwohl ich innerlich die Augen verdrehte.

Irgendwie schaffte ich es dann, in ein anderes Abteil einzusteigen als der nervige Frager.

Hier telefonierte ein Herr gleich neben der Tür nur ziemlich laut. Aber in der Hoffnung, dass er irgendwann damit fertig würde, blieb ich sitzen, obwohl es mich nach ein paar Minuten ernsthaft zu stören begann. Ich wollte eigentlich Tschechisch lernen und legte irgendwann frustriert das Buch zur Seite. Hinter Niederwiesa quasselte der Fahrgast noch immer munter mit zwei Freunden am Handy, wie ich da noch glaubte. In Flöha hatte ich die Nase voll. Vorsichtig äugte ich durch die Scheibe nach dem Fremden, wobei ich mir noch halb das Genick verrenkte. Meine Augen wurden immer größer und schließlich stand ich sogar auf, um wirklich klar sehen zu können.

Der Typ hatte gar kein Handy! Weder am Ohr noch vor sich auf dem Tisch! Der quatschte wie ein Wasserfall mit zwei imaginären Personen, die eindeutig nur in seiner Fantasie existierten. Sie müssen aber geantwortet haben, denn es erfolgten ziemlich logische Themenwechsel. Ihr ahnt schon, dass ich zuerst völlig perplex und dann zunehmend amüsiert lauschte.

Er schwadronierte mit dem Einen über Ebola, erklärte dem Anderen, wie man am besten nach Mallorca fliegt,um dem Ersten gleich darauf zu erklären, dass bei dem gerade herrschenden Nebel eine Bergwanderung zu gefährlich sei und man diese auf den Sommer verschieben müsse.

Wow!

Ich kann die Fahrt keinesfalls als langweilig bezeichnen. Vor dem Fenster zartrosa leuchtende Wolkenformationen, im ersten Licht wie Silberfünkchen blitzende Flugzeuge, Reifkristalle auf den Wiesen, buntes Herbstlaub und Nebel in den Senken. Drinnen ein Herr, der dies ebenfalls wahrnahm und seinen Freunden in schnellem Plauderton davon berichtete.

Doppel Wow!

In Dresden erwartete mich meine Schwester schon am Zug, dirigierte mich in ihr Lieblingsrestaurant, wo wir gemütlich Cappuccino tranken und angeregt schnatterten. Dann suchten wir das World Trade Center heim, scherzten mit einer Verkäuferin, die garantiert noch Minuten später in sich hinein grinste.

Schließlich übergab Karin ihr kleines Schwesterchen in die liebevolle Obhut von Iris Fritzsche, die auch schon vor Ort auf Gesellschaft lauerte. :-)

Nach und nach trafen auch noch Anne Meinecke, Katja Ullmann, Carlos Ampié Loría, Almut und Rolf Fehrmann und natürlich Horst Seidel ein.

Wir enterten die Bibliothek, angesichts des stilisierten Schiffsbugs dort an der Wand kann man es durchaus so nennen, und beschäftigten uns mit der „Assoziation des Titels“.

Horst erklärte dies am Beispiel der Erzählung „Die Heilige Katharina“ von Stefan Heym.

Danach sezierten wir Almuts Erzählbericht „Die Natur braucht keine Pflege“ aus dem letzten „Sachsenbrief“.  

Viele Fragen, die viele neue Fragen aufwarfen und bei sechs Personen sechs völlig unterschiedliche Assoziationen hervorriefen, was auch nicht alle Tage vorkommt.  

Fazit: Ein äußerst interessanter Text, der sich noch abschließend in alle möglichen Richtungen weiterentwickeln kann.

Anne hatte die neueste Version ihrer „Anti-Weihnachtgeschichte“ dabei, wie sie sie mit einem lachenden und einem weinenden Auge nennt. Angenehme Überraschung bei allen. Der Text ist nun stimmig, flüssig und es kommt eine wirkliche Weihnachtsstimmung auf, die Anne nun in genau der richtigen Weise beschreibt, ohne das Grundanliegen aus dem Auge zu verlieren.

Katjas Geschichte aus einem nikaraguanischen Tryptichon sprühte vor ergreifenden Bildern, die trotz aller Trauer über eine grauenhafte Vergangenheit, einen Ausblick auf eine gute Zukunft zuließen. Die Magie der Sprache, verwoben mit der Magie der Figuren – genau das, was südamerikanische Poesie ausmacht.

Auch die Worte von Carlos über die Macht dessen, was während des Schreibens noch auf den Schriftsteller einstürzt und ihn bewusst oder unbewusst beeinflusst, werden uns im Gedächtnis bleiben. Denn sie erfüllen genau jenen Tatbestand.

Am Anfang begrüßte uns Horst als „literarische Selbsthilfegruppe“, die, so glaube ich, für diesem Tag ihr Ziel bestmöglich erreicht hat.

 

Mit fliegenden Rockschößen eilte ich zur Straßenbahn, erreichte sogar so pünktlich den Bahnhof, um noch einmal „um die Ecke“ verschwinden zu können. Dann fuhr auch schon der Zug ein. Und wieder klammerte sich jemand mit einem Gespräch an mich. Nur war es diesmal recht angenehm, worauf sogar eine meiner Visitenkarten den Besitzer wechselte. Fast pünktlich erreichte ich Chemnitz und tigerte zu Fuß nach Hause. Da hielt plötzlich ein Audi mit Frankfurter (a.M.) Kennzeichen neben mir - meine Tochter mit Mann, die mich buchstäblich aufsammelten und heim chauffierten.

Für mich ein rundum gelungener Tag vom Aufstehen bis zum Schlafengehen.

 

Reni Dammrich

 

Buchmesse Frankfurt 07.-13.10.2014

 

 




 

 

 

 

  

 

 

 

 

 

 

Messe mit Mark

 

Schon im Flur fing das Chaos an - ich fasste nach meiner Windjacke und hatte den Zipper des Reißverschlusses einzeln in der Hand. Außerdem war das Taxi erheblich zu zeitig da. Als der Fahrer dann auch noch eine lange Diskussion über den Mindestlohn begann, den er gar nicht gut hieß, hatte ich zum ersten Mal für diesen Tag die Nase voll.

In Leipzig ging der Spaß auf dem Bahnhof weiter. Mein ICE stand vor der Bahnhofshalle, durfte aber wegen eines technischen Defektes nicht einfahren. Das geschah dann irgendwann, etliche Minuten zu spät. Ärgerte mich nicht wirklich, weil ich meinen Anschluss nach Oberursel, wo unsere Unterkunft gebucht und bezahlt war, erst dreieinhalb Stunden später hatte.

Einem miesen Gefühl folgend, beschloss ich, zuerst meinen Bücherkoffer zum Messestand zu bringen. Wegen des Regens nahm ich ein Taxi, das ich für einen Vereinbarungspreis von zehn Euro bekam. Der Fahrer verzichtete darauf, das Taxameter einzuschalten und ich darauf, ihm für diese Wuchersumme auch noch Trinkgeld zu geben. Klassisches Patt.

Am Stand stellte ich fest, dass mein Rollkoffer mit der Kleidung einen Platten, sprich: ein defektes Rad hatte und packte vorsichtshalber alles in den nun leeren Bücherkoffer. Pech war allerdings, dass sich der leere Koffer nicht in den Schrank zwängen ließ. Es fehlten ganze vier Zentimeter. Entnervt ließ ich ihn stehen und informierte die Security, damit niemand Alarm wegen einer Kofferbombe auslöste. Anschließend lief ich im strömenden Regen zurück zum Bahnhof, um Mark Galsworthy zu treffen. Am Taxifahren war mir die Lust gründlich vergangen.

Nass, wie ein begossener Pudel, kam ich an und enterte mit meiner 1. Klasse Fahrkarte die DB-Lounge, um zu verschnaufen und vor allem, um mich zu trocknen. Von da aus beobachtete ich auch den Bahnsteig, an welchem Mark ankommen sollte.

Weil der sich nun noch gar nicht wieder bei mir gemeldet hatte, rief ich ihn an und erfuhr, dass es Probleme gab, den Vermieter der Ferienwohnung für die Messezeit zu erreichen. Sofort schrillten bei mir sämtliche Alarmglocken. Aus einem Impuls heraus rief ich meine Tochter an, die seit Kurzem mit ihrem Gatten wieder eine Wohnung in Frankfurt gemietet, diese aber noch nicht endgültig bezogen hatte. Was aber wiederum genau mit der Messewoche zusammenfallen sollte. Sie bot mir an, bei ihr unterzuschlüpfen, falls alle Stränge rissen. Ich solle auf alle Fälle Bescheid geben, ob mit Oberursel alles klargehe.

Mark kam schließlich an, ohne in der Zwischenzeit etwas erreicht zu haben. Also machten wir uns einfach, das Beste hoffend, dahin aufden Weg. Na ja, nach zig weiteren Telefonaten war klar, dass wir plötzlich wirklich ohne Unterkunft dastanden. In Frankfurt, zur Messezeit und ziemlich spät am Tag. Mark war völlig fertig!

In diesem Moment übernahm ich, der Kampfzwerg, die Befehlsgewalt. Meine Tochter hatte die Hiobsbotschaft wohl schon erwartet. Sie setzte alle erdenklichen Hebel in Bewegung, um uns nach dem Aufbau des Messestandes zwei Schlafplätze in Form von zwei mit Matratzen mit komplettem Bettzeug bestückten Zimmern präsentieren zu können. Herz, was willst du mehr?! Und das, wo sie genug Stress mit dem Umzug hat.

Natürlich haben wir uns bemüht, den beiden Gastgebern sowenig wie möglich auf den Nerv zu gehen. Aber wir schienen überhaupt, statt der Wohnung in Oberursel, das Chaos gemietet zu haben. Am übernächsten Morgen vermisste Mark nämlich sein Portemonnaie, das er am Abend zuvor letztmalig beim Bäcker gezückt hatte. Über die Begleitumstände, die dazu geführt haben, schweige ich michjetzt ganz diplomatisch aus. Ich sage nur das Stichwort „Standparty“.

Mein Schwiegersohn ergriff die richtige Initiative und suchte sofort den Marktleiter auf, während wir noch beim Personal nachfragten. Die Beinahekatastrophe eines schwerwiegenden Totalverlustes löste sich rasch in riesige Freude auf, weil tatsächlich eine ehrliche Menschenseele die gefundene Geldbörse abgegeben hatte. Die Frage nach der Beschreibung wurde schlicht durch meinen Vorschlag beantwortet, einfach im Inneren des Fundstückes nach Dokumenten mit dem Namen des Besitzers zu spähen. Volltreffer. Ich nahm jubelnd das schmerzlich vermisste Stück in Empfang, um es seinem völlig am Boden zerstörten Besitzer zu übergeben.

Von unserem Bus Richtung Messe sahen wir allerdings gerade noch die Rücklichter …

Also rettete uns mein Schwiegersohn erneut, indem er uns direkt zur Messehalle fuhr.

In dem Maße, wie uns außerhalb der Messehalle das Pech an den Fersen zu kleben schien, umklammerte uns im Inneren das Glück. Nirgends sonst in der Halle war es wohl dauerhaft so lustig, so schrill und so unterhaltsam, wie bei uns am Stand. Hier war wohl das ultimative Dreamteam am Start, das alle gängigen Klischees zum Teufel jagte. Ossi und Wessi, Sachse und Preuße, Zwerg und Riese – sozusagen der sächsische Ossizwerg mit dem preußischen Wessiriesen im gemeinsamen Kampf, um die Konkurrenz auszustechen.

Zudem waren wir, weil uns innerhalb der heiligen Messehallen Fortuna ordentlich unterstützte, auch kreativer als der Rest der Messewelt. Denn was tut man, wenn man plötzlich feststellt, dass von einem Doppelstand die Hälfte leer bleibt? Man guckt sich verstohlen um, ob einer guckt, und breitet sich langsam immer weiter aus – bis man schließlich in Blitzesschnelle neukonzipiert, den Freiraum annektiert und komplett mit ausstaffiert.

Das tägliche Fazit beim Verlassen des Standes: erfolgreich, affengeil und wiederholenswert.

Und damit es nicht langweilig wird, gestaltete sich der Abreisetag auch noch hektisch. Mark suchte verzweifelt in allen verfügbaren Taschen nach seinem Zugticket und mein Zug sollte ausfallen, wie es aus dem Lautsprecher quäkte. Es ist ja auch einfacher zu sagen: „Sehr geehrte Reisende an Bahnsteig 7, der Intercity nach Leipzig fällt aus. Wir bitten um Ihr Verständnis“ als zu verkünden, dass ein Ersatz-ICE mit anderer Nummer am gleichen Bahnsteig, die gleiche Strecke fährt.

Ihr denkt, das war es für mich schon? Schön wär’s! Abends zu Hause ließ ich meinen Schlüssel liegen, als ich zum Tschechisch-Unterricht ging und „winselte“ hinterher eine halbe Stunde vor der Tür, ehe mein Göttergatte selbig eöffnete.

 

Ja, ja, wenn einer eine Reise tut, dann kann er was erzählen…

 

 

FDA-Treffen Jachymov 13./14.09.2014

 

 

Und wieder einmal wurde deutlich - der Wettergott ist dem FDA Sachsen gewogen. Im Regen-Nebel-Wetterchaos tat sich am Samstag ein Fensterchen auf und wir konnten unbehelligt und trocken das Moor in Boži Dar besuchen. Allerdings verzichteten wir vorsichtshalber auf unsere Freiluftlesungen. Man muss seine Güte ja nicht überstrapazieren.
In Marianska zurück, setzte auch prompt wieder Regen ein. Das tat aber der Qualität unserer großen Abendlesung keinen Schaden.
Am Sonntag stand, außer unserer AJA, auch noch ein wirklich interessanter Besuch im Handschuhmuseum in Abertamy auf dem Programm. (Bild)
 

Ein paar Bilder zu allen Programmpunkten findet ihr unter folgenden Links:

https://www.facebook.com/photo.php?fbid=792798710742708&set=a.792797900742789.1073741859.100000377599080&type=3&theater

 

https://www.facebook.com/photo.php?fbid=792803090742270&set=a.792803000742279.1073741861.100000377599080&type=3&theater

 

https://www.facebook.com/photo.php?fbid=792807000741879&set=a.792806830741896.1073741862.100000377599080&type=3&theater

 

https://www.facebook.com/photo.php?fbid=792808074075105&set=a.792807724075140.1073741863.100000377599080&type=3&theater

 

Außerdem habe ich zum sicher 100sten Mal festgestellt, dass es nicht schön ist, die Sprache der Gastgeber NICHT zu verstehen.
Also habe ich am 29.09.14 begonnen, an der VHS Tschechisch zu lernen. Nun freue ich mich natürlich noch mehr auf das Treffen in Jachymov im kommdenden Jahr. :-)
 

 

 

Rotwein und Baguette - Erinnerung an Lindstedts und Dr. Werner Ballarin


 

1. April 2014, Volksbank Chemnitz, Innere Klosterstraße 15, 09111 Chemnitz
Frau Prof. Elke Mehnert, Peter Wilhelm Patt, MdL und Mitglieder des Freien Deutschen Autorenverbands Sachsen lasen Texte aus den Werken und erinnerten an drei verdienstvolle Menschen aus der Gründerzeit des Vereins.
Mitveranstalter und Sponsor war die Volksbank Chemnitz eG.

 Leipziger Buchmesse 2014

Ein ganz liebes DANKESCHÖN an Mark Galsworthy, der das für mich überhaupt erst möglich gemacht hat! 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Lesung in Krippehna 13.03.2014 im Rahmen der Leipziger Buchmesse

 

 

 Lesung in der Gemeindebücherei Bärenstein 22.10.2013  

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Treffen des FDA-Sachsen 14./15.09.2013 in Tschechien   

zum Anschauen bitte Bild anklicken:

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Chemnitzer Kultursommer 2013

Lesung vom 24.08.2013 auf dem Brühl 

 

 

Bild: © Chemnitzer Kultursommer 2013 

 

Buchmesse Leipzig 2013

 

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Tag 4:

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Tag 3:

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Tag 2:

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Tag 1:

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Treffen des FDA-Sachsen 13./14.10.2012 in Tschechien  

 

Das diesjährige Treffen des Freien Deutschen Autorenverbandes Sachsen fand vom 13. bis 14.10.2012 natürlich wieder im landschaftlich reizvollen tschechischen Erzgebirge statt.

Zum Auftakt der Veranstaltungen wanderten wir bei strahlendem Sonnenschein und angenehmen Temperaturen auf dem Rupert-Fuchs-Weg, wo unsere hervorragende Fremdenführerin Carola mit Hintergrundwissen zu den vielen Informationen auf den Auskunftstafeln brillierte, und uns den Grusel nächtlicher Wanderungen nahe brachte, wenn der „Aufhocker“ ein Opfer sucht, das ihn über die Gemarkungsgrenze bringt.

Der Lehrpfad beginnt vor dem Hotel Seifert, Nové Hamry und zieht sich 3,5 km durch gut begehbares Gelände. Es gibt viel über den dortigen Bergbau, die Geschichte der Erzgebirgsstädte und -dörfer zu erfahren, genau wie über die Eisenbahnstrecke Karlsbad – Johanngeorgenstadt.

Während der Rast wurden kleine literarische Kostbarkeiten zum Thema „Natur“ zu Gehör gebracht, unter anderem auch wieder Gedichte des tschechischen Poeten Roman Josef Dobias aus Tépla. Natürlich freute ich mich sehr, nach seinem Vortrag, die jeweils deutsche Übersetzung bringen zu dürfen.

Auf der Abendveranstaltung in Mariánská gab es eine bunte Mischung neuer Texte, wo das Kinderbuch neben der Horrorgeschichte, der Roman neben der Leipziger Recherche, die politische Satire neben dem Zauber von Avalon und Spirituellem stand – eine äußerst interessante Mischung aller Stilrichtungen und Genres.

Am nächsten Morgen gaukelte uns die Sonne erneut einen schönen Tag vor, was sich in Gottesgab urplötzlich änderte. Aber so eine Truppe, wie die unsere, bringt man nicht zum Verzweifeln! Statt uns auf den „Holzweg“ des Moores führen zu lassen, fanden wir Rettung mit Heißgetränken im anheimelnden „Grünen Haus“, das mehr als nur zwei oder drei Blicke wert ist. Bei angeregter Unterhaltung in fast familiärer Atmosphäre, die von Beginn an bei unserem Treffen geherrscht hatte, verging die Zeit auch viel zu schnell.

Danke an alle, an Organisatoren, Wirtsleute, Fremdenführerin und an die Teilnehmer, die gemeinsam an einem Strang gezogen und wieder ein Erlebnis der Extraklasse zustande gebracht haben.

 

KleinerTipp: Nach so viel FDA bei toller tschechischer Küche, kann fdH für ein paarTage ganz hilfreich sein. *grins*

 

©Reni Dammrich Oktober 2012


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4. Chemnitzer Büchermeile am 21.04.2012 

 

Kurzlesung zu Stadtgeschichten:

 

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Interessant, wie hoch Wellen schlagen können, wenn man die Architektur des Sonnenberg-Viertels schöner bezeichnet als die des Chemnitzer Stadtzentrums. :-)

 

 

FDA-Lesung in Krippehna am 15.03.2012 

 

Lesung des FDA-Sachsen in der Gaststätte "Zum Stall" in Krippehna bei Leipzig.

 

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Messeimpressionen Buchmesse Leipzig 2012

 

http://www.facebook.com/media/set/?set=a.411601995523485.119111.316013531748999&type=3

 

http://www.facebook.com/media/set/?set=a.411895828827435.119198.316013531748999&type=3

 

http://www.facebook.com/photo.php?fbid=413309412019410&set=a.413306925352992.119548.316013531748999&type=3&theater

 

 Präsentationszelebration der neuen Co&Bi Ausgabe  am 19.12.2011 in Innsbruck 

 

Die neue Ausgabe von Co&Bi! Präsentationszelebration im Schenk & Spiel  - Marktgraben 19, 6020 Innsbruck, am 19.12. 2011, 19.30 Uhr.

Überraschend, welches Trägermedium "Cognac & Biskotten" diesmal ins Auge gefasst hatte - ein Lineal mit Leselupe! 

Die Veranstaltungen von Co&Bi musste man erlebt, oder noch besser, daran mitgewirkt haben! Dafür hat sich mein "Kopfstand - in 28 Stunden nach Innsbruck und zurück" mehr als gelohnt. Von der Organisation bis zur Durchführung eine Spitzenleistung. Wirklich interessante Beiträge und  Leute, die echt was auf dem Kasten haben. Da kann man glatt zum Wiederholungstäter werden! :-))))

 

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Stammtisch in Cheb (Eger) / Tschechien

 am 03.10.2011    

 

Lesung aus "Waschtag und andere Katastrophen" (Reni Dammrich) und Vorstellung der Anthologie des FDA Sachsen "Die Ernte ist eingefahren" ,ISBN 978-3-86268-329-1.  

(Anne Meinecke, Almut Fehrmann) 

Außerdem war es mir vergönnt, sechs der wundervollen Gedichte des tschechischen Poeten Roman Josef Dobias (Tépla) auf Deutsch interpretieren zu dürfen, die dieser vorher auf Tschechisch vorgetragen hatte.

Ein großes Dankeschön auch an unsere Simultan-Übersetzerin, Ursula Pospišilová, die uns erstklassig unterstützt hat.

 

Unter dem folgenden Link sind ein paar Impressionen vom 03./04.10.2011 aus Eger und umliegenden Orten zu finden: 

http://www.facebook.com/media/set/?set=a.272583212764263.64371.100000377599080&l=436d750447&type=1

 

 

Fantasynacht im TIETZ-Café in Chemnitz
am 30.09.2011   

" Geheimnisvoll, spannend und voller Magie sind die Bücher der drei Chemnitzer Autorinnen Reni Dammrich, Jana Heidler und Anna Tulke. Musikalisch begleitet durch die Folkband Liederlicher Unfug entführen sie zu dieser Lesenacht in eine andere Welt."

 

Es war eine grandiose Veranstaltung, voller Tempo und hörenswerter Beiträge, sowohl der Autorinnen, als auch der Band, die man einfach live erlebt haben muss. Eine Nacht, die ihrem Namen alle Ehre machte.

 

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Mariánská / Jáchymov 10./11.09.2011

 

Lesung und Arbeitstreffen in Tschechien. Zwei interessante Tage mit Texten der unterschiedlichsten Genres, mit lehrreichen Begegnungen und Wanderungen auf den Pfaden Anton Günthers.

Natürlich war auch genügend Zeit für Freizeitvergnügen. Es hat deutlich sicht- und hörbar Spaß gemacht.

 

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3. Chemnitzer Büchermeile am 16.04.2011

 

Eine interessante Veranstaltung mit mannigfaltigen Vorträgen -  

aber finanziell richtig abgesahnt haben heute nur die Antiquare.  

Die Leselust ist ungebrochen, nur die Finanzen sind spärlich vorhanden, also waren Bücher bis 3 € schnell vom Tisch, neue Bücher hingegen, die in der Regel viel teurer sind, blieben liegen. Allerdings haben sich viele die Werbung mit den ISBN mitgenommen, um die Titel viel später, viel billiger gebraucht kaufen zu können. Die ganz cleveren Chemnitzer gehen nächste Woche in die Bibliothek und leihen sich meine Bücher aus. :-)

Ein Dankeschön auch an die vielen interessierten Gesprächspartner. 

 

Impressionen von der 3. Chemnitzer Büchermeile  

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Unter dem folgenden Link kann ein Teil meiner Präsentation aufgerufen werden: http://www.youtube.com/watch?v=oUmGP6i0Tgg&feature=player_embedded

 

 

  

Buchmesse Leipzig 2011 - vom 17.03. - 20.03.2011

 

Die beiden ersten Tage hielten sehr viele angenehme Überraschungen bereit.Besonders nette Gespräche ergaben sich bei "meinen" Verlagen (Engelsdorfer Verlag, Persimplex, BoD). Aber auch beim caminando Verlag, dem Buchecker Verlag, bei Literareon und an den Ständen von Libri, der Deutschen Nationalbibliothek und nicht zu vergessen den Freien Deutschen Autorenverband. Die Treffen mit anderen Autoren und lieben Webfreunden waren genau so angenehm und kurzweilig.Ich freue mich auf ein Wiedersehen auf der nächsten Leipziger Buchmesse.


Impressionen von der Buchmesse Leipzig 2011
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Autorenlesung:
Am 12.10.2010 
/ 18:00 Uhr bei Thalia in der Galerie Roter Turm Chemnitz (Neumarkt 2)
aus dem Roman "Fort Silverrain"
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In den Ferien, mitten in der Woche, ziemlich zeitig und obendrein Fußballabend -- herzlichen Dank an alle, die trotzdem gekommen sind. Der Termin war vom Veranstalter so vorgegeben.

Natürlich haben sich, wie das bei einer öffentlichen und zugleich offenen Veranstaltung so ist, von der Kundschaft des Geschäftes hin und wieder einige dazu gesellt, um einige Minuten zu lauschen.

Ein extra Dankeschön an Frau Uhlmann, die ein paar dieser Bilder gemacht hat.  

 

 

Autorenlesung:
Am 29.07.2010  / 19:00 Uhr in der Stadtteilbibliothek im Yorckgebiet Chemnitz (Scharnhortststr. 11)
aus dem Roman "Fort Silverrain"

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Herzlichen Dank an Frau Haertzsch von der Stadtteilbibliothek im Yorckcenter, ihre Kollegen und fleißigen Helfer für die wirklich gelungene Veranstaltung und für deeinige r Bilder, die ich zur Verfügung gestellt bekommen habe. (Denn lesen und gleichzeitig fotografieren ist fast so gut machbar, wie sich allein im Halbkreis aufzustellen und dabei vierstimmig zu singen.)

 

Ein aufmerksames und vor allem wissbegieriges Publikum hat den Abend zu einem Erlebnis gemacht. Durch die freundliche Unsterstützung mit Werbematerial durch den BoD-Verlag können sich auch in den nächsten Tagen zukünftige Autoren noch einen kleinen Anreiz aus der Bibliothek mit nachhause nehmen.


Buchmesse Leipzig 2010 - vom 18.03. - 21.03.2010Eine sehr erfolgreiche Messe, nicht nur für die Veranstalter, ist zu Ende.Ich war am 19.03.2010, 11:00 Uhr, am Stand des Engelsdorfer Verlages, habe mich mit anderen Autoren und Webfreunden getroffen.Ein Dankeschön an Frau Rost für die wirklich herzliche Begrüßung.Meinen vielen Gesprächspartnern und -partnerinnen möchte ich hier noch einmal liebe Grüße schicken.Vielleicht sehen wir uns auf einer der nächsten Messen in Frankfurt oder Leipzig wieder.Bis dahin viel Erfolg und bleibt alle gesund.

 

Impressionen von der Buchmesse Leipzig 2010
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Buchmesse Frankfurt am Main 14.10. - 18. 10.2009 

 

http://picasaweb.google.com/117925112297771097905/BuchmesseFrankfurtAmMain2009#slideshow/5395117711079671026